Kuldiga/Goldingen

Unter dem Ordensmeister (Deutscher Ritterorden) Dietrich Gröningen (1242 – 1245) soll die Ordensburg „Jesusburg“ errichtet worden sein. Später entstand der Name „Goldingen“. Als die Stadt neu gegründet wurde, gab es bereits eine Siedlung von Letten etwa 3 km Flussabwärts.

Goldingen erhielt 1347 das Stadtrecht. Seit 1368 gehörte Goldingen zur Hanse. Die Stadt Kuldīga, der Name seit 1918, ist jetzt Mitglied der neuen Hanse. Goldingen wurde 1561 zur Residenz des Herzogs Gotthard von Kettler (aus Anröchte/Westfalen) und später zur Hauptstadt Kurlands (Kurzeme – Zeme = Land). Kurland war damals noch größer. Städte wie Jelgava oder Bauska gehörten zum Herzogtum. Unter den Herzögen Friedrich von Kettler und besonders dann unter seinem Neffen Jakob Kettler blühte die Wirtschaft in Goldingen auf: So entwickelte sich zum Beispiel der Schiffbau, Salpeterfabriken und Ziegelbrennereien. Im Jahr 2010 ist der 400. Geburtstag Jakob Kettlers.


Das ehemalige Schloss des Deutschen Ordens wurde 1242 – 1245 erbaut und im 17. Jahrhundert zur Residenz der kurländischen Herzöge umgebaut. Hiervon ist aber nur ein Hügel und ein Keller vorhanden. Bei Verlegen der neuen Fernheizungsrohre zum Museum der Stadt, wurden 2008 weitere Reste der alten Residenz gefunden.
Sehenswert ist außerdem die aus dem 19. Jahrhundert stammende Backsteinbrücke (von deutschen Geldern gebaut), die 2007 und 2008 umfangreich renoviert wurde. Die Backsteine für die Renovierung kamen aus Deutschland und Lettland.
Sehr bekannt ist der Wasserfall der Venta, der mit einer Breite von 270 bis 275 Metern der breiteste Wasserfall Europas ist. Ebenfalls ist in Kuldīga der höchste Wasserfall Lettlands.

Es gibt in der Stadt viele alte Gebäude, die an die deutsche Geschichte des Ortes erinnern. Daher werden hier häufig Filmaufnahmen gemacht. Als Kulisse für einen Remark des Filmes „Die Brücke“ fungierte die im Herbst 2007 in Renovierung befindliche Brücke.

Weitere Informationen in Deutsch jetzt auch unter www.kuldiga.de

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